Niederbronner Schwestern übergeben Wohnheim im Herz-Jesu-Kloster München in die Trägerschaft der Salesianer Don Boscos
Das „Zuhause auf Zeit“ für junge Frauen bleibt erhalten und wird Teil des umfangreichen Angebots der Salesianer für Junges Wohnen in der Landeshauptstadt
Zum 1. Juli 2026 hat die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) die Trägerschaft für das Herz-Jesu-Wohnheim für junge Frauen im Herz-Jesu-Kloster in der Buttermelcherstraße 10 an die Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos übergeben. Die traditionsreiche Einrichtung wird durch die Salesianer weitergeführt und bleibt für die Bewohnerinnen im Alter von 16 bis 23 Jahren auch in Zukunft ein Ort der Geborgenheit fern von Daheim.
„Wir freuen uns, mit den Salesianer Don Boscos einen Träger gefunden zu haben, der unser christliches Fundament teilt und auch im Sinne unserer Gründerin unser beliebtes Wohnheim erhalten wird. Generationen von Bewohnerinnen haben hier mitten in München eine exzellente pädagogische Begleitung erfahren. Ich danke den Salesianern für ihre Bereitschaft diesen Weg fortzusetzen und die Übergabe in enger Abstimmung und Verbundenheit mit uns zu gestalten. Ganz verlassen wir das Herz-Jesu-Kloster nicht: wir bleiben weiterhin Eigentümerinnen des Gebäudes und eine unserer Gemeinschaften wird auch künftig hier leben“, erklärt die Provinzoberin der Niederbronner Schwestern, Sr. Barbara Geißinger.
Auch Pater Stefan Stöhr SDB, Kaufmännischer Geschäftsführer des Don-Bosco-Werks zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns mit der Übergabe des Herz-Jesu-Wohnheims entgegengebracht wird. Unser Ziel ist es, die bewährte Arbeit der Einrichtung fortzuführen, ihre Zukunft langfristig zu sichern und den jungen Frauen weiterhin ein Zuhause auf Zeit, verlässliche Begleitung und bestmögliche Unterstützung für ihren Lebensweg zu bieten. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden möchten wir das Wohnheim behutsam weiterentwickeln und neue Impulse für die pädagogische Arbeit setzen.“
Ein Zuhause auf Zeit – gerade in München wichtiger denn je
Für die Bewohnerinnen ändert sich im Alltag somit nur wenig: Das pädagogische Team bleibt erhalten, ebenso die familiäre Atmosphäre des Hauses. Als Außenstelle des Salesianums wird das Wohnheim künftig organisatorisch verwaltet. Auch die Verpflegung der Bewohnerinnen erfolgt über die hauseigene Küche des Salesianums.
Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende, Schüler*innen, Student*innen und junge Berufseinsteiger*innen ist in München seit Jahren knapp. Das Herz-Jesu-Wohnheim bietet deshalb weit mehr als eine Unterkunft: Es ist ein Zuhause auf Zeit mit verlässlicher pädagogischer Begleitung, persönlicher Unterstützung und einer starken Gemeinschaft. Die Bewohnerinnen werden in ihrem Alltag begleitet und auf ihrem persönlichen sowie beruflichen Weg unterstützt.
Das Herz-Jesu-Wohnheim wird Teil des Salesianums München
Unter dem Leitgedanken „Begegnung erleben. Zukunft gestalten.“ begleitet das Salesianum München seit mehr als 100 Jahren junge Menschen auf ihrem Weg in Schule, Ausbildung und Beruf. Bereits seit 2003 wohnen auch junge Frauen im Salesianum. Mit der Übergabe des Herz-Jesu-Wohnheims wird dieses Angebot nun gezielt erweitert. Täglich werden auf dem Campus Don Bosco rund 410 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in unterschiedlichen pädagogischen Angeboten begleitet. Dazu gehören etwa 300 Jugendliche und junge Erwachsene im Jugendwohnen, rund 60 junge Menschen in stationären Jugendhilfeangeboten, etwa 50 Kinder und Jugendliche in der Schülertagesstätte Oratorium Don Bosco sowie jährlich mehrere Freiwilligendienstleistende.
Darüber hinaus begrüßt das Jugendgästehaus des Salesianums jedes Jahr bis zu 15.000 junge Gäste aus dem In- und Ausland.
Bewährtes erhalten – Zukunft gemeinsam gestalten
Durch die organisatorische Anbindung an das Salesianum können bestehende Kompetenzen gebündelt und Synergien genutzt werden. Gleichzeitig bleibt das Herz-Jesu-Wohnheim in seiner täglichen Arbeit eigenständig. Die vertraute Wohn- und Lebensatmosphäre sowie die persönliche Begleitung der Bewohnerinnen bleiben bestehen.
Mit der erfolgreichen Übergabe beginnt für das Herz-Jesu-Wohnheim ein neues Kapitel. Zugleich bleibt das Haus seinem bisherigen Auftrag treu: jungen Frauen in einer wichtigen Lebensphase Orientierung, Gemeinschaft, Sicherheit und ein Zuhause auf Zeit zu bieten.
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Als Geschenk überreichten die neuen Träger der Wohnheimleitung ein Bild des bekannten deutschen Künstlers und Priesters Sieger Köder. Es stellt Don Bosco als Puppenspieler dar, der Jugendlichen das Gleichnis vom barmherzigen Vater zeigt. Von links nach rechts: Pater Reinhard Gesing SDB, Provinzial der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos; Sr. Barbara Geißinger, Provinzoberin der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern); Monika Mayer, Wohnheimleitung Herz-Jesu-Wohnheim; Florian Hauner, Kaufmännische Einrichtungsleitung des Salesianums; Pater Stefan Stöhr SDB, Geschäftsführer des Don-Bosco-Werks.
© Jasmin Leuthner